In Lysá nad Labem (Tschechien) hat CENTAURY+ eine saisonale Traglufthalle über drei Tennisplätzen samt Platzbelag als ein schlüsselfertiges Projekt geliefert. Die Halle misst 55,3 × 37 × 10 m. Die Plätze haben einen elastischen, mittelschnellen CASALI-Belag (ITF-Kategorie 3) auf Asphaltunterbau, und der Belag wurde erst verlegt, als die Halle stand und beheizt werden konnte.
Dieser Artikel zeigt das Projekt Schritt für Schritt: wie die Hallengröße aus dem Grundstück abgeleitet wurde, was zur technischen Ausstattung gehört, warum der Belag nach der Halle kam und welche Anforderungen der Asphaltunterbau erfüllen musste. Wenn Sie Optionen für Ihren eigenen Verein vergleichen, finden Sie Preise und Hinweise zum Vergleich von Angeboten im Kaufratgeber für Tennis-Traglufthallen und den gesamten Bauablauf im Ratgeber zum Bau einer Tennishalle.
Inhaltsverzeichnis
- Das Projekt im Überblick
- Die Aufgabe: Halle und Plätze aus einer Hand
- Die Hallengröße für drei Plätze
- Die Halle und ihre technische Ausstattung
- In zwei Tagen errichtet
- Erst die Halle, dann der Belag
- Der Asphaltunterbau
- Der CASALI-Platzbelag
- Linien, Pfosten und Netze
- Was andere Vereine aus dem Projekt mitnehmen können
- Häufig gestellte Fragen
Das Projekt im Überblick
| Standort | Lysá nad Labem, Tschechien |
|---|---|
| Nutzung | Drei Tennisplätze, saisonaler Betrieb (Winter) |
| Leistungsumfang | Schlüsselfertige Lieferung in zwei Etappen: (1) Traglufthalle mit technischer Ausstattung, (2) Platzbelag, Linierung und Platzausstattung |
| Hallengröße | 55,30 × 37,00 m, Höhe 10,00 m |
| Membran | Doppellagige Sattler-Membran, rund 3.220 m² |
| Verankerung | 124 Stahlanker im Betonfundament und ein 177,8 m langer Verankerungsrahmen aus Stahlrohr |
| Luft und Heizung | Aggregat THSPORT 350 mit Gasbrenner (mindestens 340 kW) und 11-kW-Ventilatormotor mit Frequenzumrichter |
| Beleuchtung | 84 LED-Leuchten mit je 100 W, 185 lm/W |
| Platzbelag | System CASALI Confosport T, 7 Schichten auf Asphalt, 54,90 × 36,60 m = 2.009 m², ITF-Kategorie 3 |
| Halle errichtet | 17.–18. Juni 2026, in 2 Tagen; der Platzbelag wurde danach in der fertigen Halle verlegt |
Die Aufgabe: Halle und Plätze aus einer Hand
Das Projekt umfasst drei Tennisplätze mit einer saisonalen Traglufthalle, sodass in der kalten Jahreszeit drinnen gespielt werden kann. Eine saisonale Halle wird für den Winter aufgebaut und für den Sommer abgebaut.
Die zweite Anforderung prägte das ganze Projekt: ein Lieferant für Halle und Platzbelag. Der Auftrag wurde in zwei Etappen geteilt. Die erste Etappe war die Halle mit der gesamten technischen Ausstattung. Die zweite Etappe war der Platzbelag mit Linierung und Platzausstattung.
Mit einem einzigen Lieferanten deckte ein Zeitplan beide Etappen ab, und eine Firma war für die Schnittstelle zwischen Halle und Plätzen verantwortlich. Bei zwei getrennten Auftragnehmern können Fragen wie der Zeitpunkt, die Randausbildung oder die Sauberkeit des Unterbaus zwischen beiden liegen bleiben.
Die Hallengröße für drei Plätze
Eine Traglufthalle in voller Größe über drei Tennisplätzen misst meist etwa 54 × 36 m. Die Halle in Lysá nad Labem hat 55,3 × 37 m und gibt den Spielern damit mehr Platz hinter und neben den Linien.
Die Größe stammt nicht aus einem Katalog. Der erste Entwurf mit 53,1 × 35,8 m ergab sich aus einer Analyse des Grundstücks auf Kartendaten: Abstand zur Grundstücksgrenze, Lage des Technikraums und Abstand zu einem Nachbargebäude. Als die Plätze dann größer angelegt wurden, wurde die Halle proportional neu berechnet. Membranfläche und Belagsfläche wuchsen mit der Grundfläche, und die endgültige Halle kam auf 55,3 × 37 m bei 10 m Firsthöhe.
Für jedes Projekt mit mehreren Plätzen ergeben sich daraus zwei Lehren:
- Legen Sie das Platzlayout fest, bevor Sie die Halle bestellen. Die Halle folgt den Plätzen, nicht umgekehrt. Eine Änderung der Auslaufzonen oder der Platzabstände ändert Membran, Ankerlinie und Belagsfläche.
- Planen Sie den Raum außerhalb der Plätze. Verankerung, Eingänge, Notausgang und Technikraum brauchen Platz außerhalb der Spielfläche, und dieser Platz muss auf das Grundstück passen.
Die empfohlenen Auslaufzonen und Gesamtflächen pro Platz finden Sie in der Tabelle der Maße von Hallentennisplätzen.
Die Halle und ihre technische Ausstattung
Die Halle in Lysá nad Labem nutzt den Standardaufbau von CENTAURY+: doppellagige Membran, Luftsystem mit variabler Drehzahl und Heizung, LED-Beleuchtung und ein Notaggregat, alles über eine Steuerung bedient.
Membran und Verankerung
Die Membran ist eine doppellagige Sattler-Membran mit einer Fläche von rund 3.220 m². Das Luftpolster zwischen den beiden Lagen dämmt die Halle; wie viel das für die Heizkosten ausmacht, erklärt der Ratgeber zu U-Wert und Heizkosten. Gehalten wird die Halle von 124 Stahlankern in einem Betonfundament und von einem 177,8 m langen Verankerungsrahmen aus Stahlrohr, der um den gesamten Umfang läuft.
Lüftung und Heizung
Luft und Wärme liefert ein Aggregat THSPORT 350 mit einem Gasbrenner von mindestens 340 kW. Sein 11-kW-Ventilatormotor läuft über einen Frequenzumrichter, sodass die Leistung dem tatsächlichen Bedarf folgt, statt ständig mit voller Drehzahl zu laufen. Die variable Drehzahl ermöglicht es der Druckregelung, den Innendruck bei starkem Wind zu erhöhen. Ein Notaggregat UIE 400 stützt die Halle, wenn die Hauptversorgung ausfällt, und vier Destratifikatoren drücken die warme Luft unter dem Dach zurück zu den Plätzen.
Beleuchtung
Die Plätze werden von 84 LED-Leuchten mit je 100 W und einer Lichtausbeute von 185 lm/W beleuchtet, insgesamt 8,4 kW installierte Beleuchtungsleistung für die ganze Halle.
Steuerung und Zugang
Bedient wird die Halle über eine intelligente Steuerung: ein LCD-Panel vor Ort, SMS-Meldungen und eine mobile App. Die Beleuchtung lässt sich mit dem Platzbuchungssystem verbinden, sodass das Licht den Reservierungen folgt. Die Spieler betreten die Halle durch zwei Drehtüren mit 180 × 220 cm, eine Notausgangstür mit 132 × 200 cm ergänzt die Zugänge.
In zwei Tagen errichtet
Die Halle über allen drei Plätzen wurde in zwei Tagen errichtet: Die Arbeiten begannen am 17. Juni 2026, am 18. Juni stand die Halle.
Kleine und mittlere Hallen montieren wir innerhalb von fünf Tagen, sobald der Standort vorbereitet ist, also Fundament, Anker und Anschlüsse fertig sind. Lysá nad Labem lag deutlich darunter: zwei Tage für eine Halle über drei Plätzen in voller Größe.
Hat ein Verein seine Plätze bereits fertig, ist das in der Regel alles: Sobald die Halle steht, kann gespielt werden. Wäre der Belag in Lysá nad Labem schon verlegt gewesen, hätte der Verein direkt nach dem Aufbau der Halle mit dem Spielen beginnen können. Hier war der Platzbelag die zweite Etappe des Projekts und kam danach, in der fertigen Halle. Was vor dem Montagetag geschehen muss, beschreibt der Kaufratgeber für Tennis-Traglufthallen.
Erst die Halle, dann der Belag
Der Platzbelag wurde erst verlegt, als die Halle errichtet, in Betrieb und beheizbar war. Das war eine Vertragsbedingung und die wichtigste Entscheidung im Projekt.
Ein Kunststoffbelag wird aus mehreren Beschichtungen aufgebaut, und jede Schicht braucht zum Aushärten die passende Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Im Freien hängt die Arbeit vom Wetter ab: Regen, Tau, kalte Nächte oder starke Sonne können die Kolonne stoppen oder das Ergebnis beeinträchtigen. In einer beheizten Halle fallen diese Risiken weitgehend weg:
- Keine Wetterverzögerungen. Regen kann keinen Arbeitstag streichen, deshalb lässt sich der Belagseinbau auf den Tag genau planen.
- Stabile Aushärtebedingungen. Die Beschichtungen härten bei kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit aus.
- Sauberer Unterbau. Wind weht keinen Staub, kein Laub und keinen Sand auf eine grundierte Fläche.
- Parallele Inbetriebnahme. Die Teams für Halle und Belag waren gleichzeitig vor Ort, sodass die Anbindung an das Buchungssystem getestet werden konnte, während der Belag verlegt wurde.
Im Juni 2026 stand die Halle bereits aufgeblasen über dem blanken Asphaltunterbau, bereit für die Belagskolonne.
Der Asphaltunterbau
Den Asphaltunterbau erstellte der Auftragnehmer des Bauherrn nach einer technischen Spezifikation, die CENTAURY+ vorab herausgegeben hatte. Die frühe Spezifikation ist wichtig: Sobald der Asphalt liegt, zeichnet sich jede Unebenheit durch alle Schichten des Belags darüber ab.
Über die Qualität des fertigen Platzes entscheiden diese Punkte:
- Ebenheit: Der Unterbau muss innerhalb der Toleranzen des Belagssystems eben sein, denn die Beschichtungen folgen dem Unterbau.
- Aushärtung: Frischer Asphalt braucht Zeit, bevor ein Belag aufgebracht werden kann.
- Sauberkeit: Der Asphalt muss vor der ersten Schicht vollständig sauber sein. Jede zusätzliche Reinigung ist ein eigener Arbeitsschritt im Zeitplan.
- Vorbereitung: Vor dem Auftrag wurde der Asphalt in Lysá nad Labem abgeschliffen und grundiert, damit die erste Schicht gut haftet.
Der CASALI-Platzbelag
Die Plätze haben ein System CASALI Confosport T: einen 7-schichtigen Kunststoff-Gummibelag auf Asphalt, 54,90 × 36,60 m bzw. 2.009 m² für alle drei Plätze. Die Spielfläche ist blau.
Elastisch, nicht nur hart
Das System verbindet die Vorteile eines Hartplatzes mit der Nachgiebigkeit eines Kunststoffplatzes. Eine elastische Gummischicht, in Bahnen auf den grundierten Asphalt verlegt, liegt unter den Ausgleichs- und Farbschichten. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige Fläche mit konstantem, vorhersehbarem Absprung, gutem Grip und hoher Stoßdämpfung, die die Gelenke der Spieler mehr schont als ein reiner Hartplatz.
ITF-Kategorie 3: mittleres Tempo
Der Belag ist von der ITF in Kategorie 3 eingestuft. Die ITF teilt das Platztempo in fünf Kategorien ein, von Kategorie 1 (langsam) bis Kategorie 5 (schnell); Kategorie 3 liegt in der Mitte. Ein mittelschneller Platz passt zu denen, die eine Vereinshalle am meisten nutzen: Mitglieder, Freizeitspieler und Jugendliche im Training. Die Ballwechsel sind lang genug zum Üben, und der Ball kommt trotzdem durch, wenn ein Spieler angreift.
Warum ein Kunststoffbelag zur Traglufthalle passt
Die Wahl des Belags betrifft nicht nur das Spiel, sondern auch die Halle. Staubende Beläge verursachen ein praktisches Problem: Staub setzt sich auf der Membran ab, und auf einem staubigen Platz oder Sandplatz dichtet die Innenmembran am Rand schlechter ab. Das bedeutet Luftverluste und höheren Heizverbrauch. Wird eine Halle über solchen Plätzen aufgebaut, legt man unter der Membran PE-Folie aus.
| Belag unter der Halle | Staub und Membran | Betrieb in der Halle |
|---|---|---|
| Kunststoff, hart oder elastisch (wie in Lysá) | Kein Staub; der Rand bleibt sauber und dichtet gut ab. | Keine Bewässerung; nur normale Reinigung. |
| Sand (Tennissand) | Staub verschmutzt die Membran und kann die Abdichtung am Rand schwächen. | Braucht kontrollierte Feuchte und Bewässerung; die Lüftung muss sowohl Austrocknung als auch Kondensation vermeiden. |
Linien, Pfosten und Netze
Die zweite Etappe umfasste auch alles, was man zum Spielen braucht:
- Linierung: 450 m Linien für drei Tennisplätze.
- Pfosten: drei komplette Sätze Tennispfosten, montiert.
- Netze: schwarzes Polyethylen, Maschenweite 42 mm, Schnur 4 mm. Die Oberkante ist viermal mit Polyesterband eingefasst und mit einem 13,5 m langen 5-mm-Stahlseil in PVC gespannt. Die oberen sechs Maschenreihen sind doppelt, damit das Netz dort nicht ausfranst, wo der Ball es am häufigsten trifft.
Pfosten und andere Hindernisse auf der Linie, auf der die Membran steht, müssen abnehmbar sein. Das muss vor dem Aufbau der Halle geklärt werden.
Was andere Vereine aus dem Projekt mitnehmen können
- Behandeln Sie Halle und Plätze als ein Projekt. Ein Lieferant und ein Zeitplan lassen keinen Zweifel daran, wer für die Schnittstelle verantwortlich ist.
- Legen Sie zuerst das Platzlayout fest. Hallengröße, Verankerung und Belagsfläche ergeben sich daraus.
- Verlegen Sie den Belag nach der Halle. Eine beheizte Halle macht aus wetterabhängigen Belagsarbeiten eine planbare Aufgabe.
- Spezifizieren Sie den Asphaltunterbau im Voraus. Die Spezifikation des Belagslieferanten sollte beim Asphaltbauer sein, bevor der Unterbau entsteht.
- Wählen Sie einen Belag, der zur Halle passt. Ein Kunststoffbelag hält Membran und Rand sauber und braucht keine Bewässerung.
Wenn Ihr Verein eine Halle über bestehenden Plätzen vor allem für den Winterbetrieb erwägt, vergleicht der Ratgeber zum Überdachen eines Tennisplatzes im Winter die Möglichkeiten.
Planen Sie eine Halle über mehreren Tennisplätzen?
Senden Sie uns das Platzlayout, den Grundstücksplan und die geplante Betriebssaison. CENTAURY+ schlägt Ihnen Hallengröße, technische Ausstattung und auf Wunsch auch den Platzbelag als ein schlüsselfertiges Paket vor.
Projekt besprechenHäufig gestellte Fragen
Eine Halle in voller Größe über drei Tennisplätzen misst typischerweise etwa 54 × 36 m. Die Halle in Lysá nad Labem hat 55,3 × 37 m bei 10 m Höhe, weil die Plätze größer angelegt und die Halle angepasst wurde, um den Spielern mehr Raum hinter und neben den Linien zu geben. Die endgültige Größe richtet sich immer nach dem Platzlayout, den Grundstücksgrenzen und dem Platzbedarf für Verankerung, Eingänge und Technikraum.
Ja. In Lysá nad Labem wurde der Belag erst verlegt, als die Halle errichtet, in Betrieb und beheizbar war. Regen kann die Arbeit nicht stoppen, der Unterbau bleibt sauber und trocken, und die Beschichtungen härten bei stabiler Temperatur und Luftfeuchtigkeit aus.
Harte oder elastische Kunststoffbeläge lassen sich in einer Halle am einfachsten betreiben, weil sie nicht stauben und keine Bewässerung brauchen. Sand ist möglich, aber Staub verschmutzt die Membran und kann verhindern, dass die Innenmembran am Rand gut abdichtet. Das bedeutet Luftverluste und höheren Heizverbrauch.
Die ITF teilt das Platztempo in fünf Kategorien ein, von Kategorie 1 (langsam) bis Kategorie 5 (schnell). Kategorie 3 ist ein mittelschneller Belag: Er eignet sich für Vereinsspiel, Freizeitspieler und Jugendtraining, weil die Ballwechsel weder zu kurz noch zu lang sind.
In Lysá nad Labem erstellte der Auftragnehmer des Bauherrn den Asphaltunterbau nach einer technischen Spezifikation, die CENTAURY+ vorab herausgegeben hatte. Vor dem Auftrag des Belags wurde der Asphalt abgeschliffen und grundiert. Ein ebener, sauberer und vollständig ausgehärteter Unterbau sorgt für eine gleichmäßige fertige Fläche.
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